Was verbindet ein Jagdschlösschen nahe Dresden mit dem Strohmuseum im Park? STROH!

Strohtapete (Ausschnitt). Foto: Bruno Breitschmid
Strohtapete (Ausschnitt). Foto: Bruno Breitschmid

Bruno Breitschmid, Gemeinderat von Wohlen und Mitglied der Freunde Strohmuseum, hat uns diese interessante Geschichte zukommen lassen:

Unweit von Dresden befindet sich das Moritzburger Jagdschloss aus dem 18. Jahrhundert mit seinem Fasanenschlösschen. Wie das Strohmuseum feierte auch das Fasanenschlösschen im Mai 2013 die Wiedereröffnung. Dies allein wäre keine Erwähnung auf dieser Website wert.

Dieses Schlösschen birgt jedoch einen ungewöhnlichen Schatz: Während 2 ½ Jahren wurden nämlich dessen einzigartigen Wandverkleidungen fast vollständig restauriert: Feder-, Seiden- und Strohtapeten (Detail einer Vogelfigur)! Laut der Kuratorin Margitta Hensel wurde für die Restaurierung der Tapete 80-jähriges Stroh aus der Schweiz verwendet. Auch das hiesige Fachwissen wurde von zwei beteiligten Restauratorinnen in Anspruch genommen in Zusammenhang mit Fragen zur Behandlung von älterem Stroh.

Vielleicht planen Sie jetzt eine Reise nach Dresden? Die Stadt, auch «Elbflorenz» genannt, lockt sowieso mit ihrer landschaftlich reizvollen Lage an der Elbe, mit ihren herausragenden Kunstsammlungen und mit ihrer grandiosen barocken sowie mediterranen Architektur. Nicht zu vergessen sind auch die wieder aufgebaute Frauenkirche sowie die weltberühmte Semper-Oper. Mit der Neueröffnung des Fasanenschlösschens und der sorgfältigen Restaurierung der Wandverkleidungen ist Dresden gar um einen kulturellen Höhepunkt reicher worden!

Interessante Links:
Artikel in der Aargauer Zeitung, 27. November 2013
Informationen zum Fasanenschlösschen
Artikel im Magazin «Vorschau und Rückblick»